Aktuelles




Der Verein

Global Partnership Hannover ist anlässlich der Weltausstellung in Hannover gegründet worden.

Erster Vorsitzender wurde der damalige Präsident des Club of Rome Ricardo Diez-Hochleitner. Weitere Gründungsmitglieder waren Birgit Breuel / Generalkommissarin, Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Madijd Sami, Heidrun Merk et al.
Die zentrale Zielsetzung des Vereins knüpfte an die Inhalte und Beschlüsse der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro an: „Förderung der nachhaltigen Entwicklung, vorrangig durch Aufbau und Pflege eines weltweiten Netzwerkes praktischer Initiativen ...“. Das erste und bekannteste Projekt war die Koordination und Betreuung der 767 ´Weltweiten Projekte` im Rahmen der Expo 2000.

Nach Abschluss der Veranstaltung am 31.10.2000 wurde der Fokus auf die Fortsetzung der „Global Dialogues“ (Themenkonferenzen) und auf weitere Agenda 21-Projekte gerichtet, die sich dem internationalen Kulturaustausch bzw. Themen der nachhaltigen Entwicklung und dem weltweiten Umweltschutz widmeten.


Neueste Entwicklungen

Dieses Engagement von Global Partnership Hannover e.V. korrespondierte in hohem Maße mit den Zielen und Ergebnissen des Reisepavillon, der zwischen 1991 und 2010 ein wichtiger Impulsgeber im Bereich nachhaltiger Tourismus war: Im Laufe der Jahre hatte sich aus der kleinen hannoverschen „Alternativ-Veranstaltung“ eine international einzigartige Plattform entwickelt, wo Kleinstbetriebe und ehrenamtliche Vereine neben Branchengrößen und anerkannten Verbänden ökologische, soziale und (inter-) kulturelle Aspekte des Tourismus in das Zentrum der Aufmerksamkeit rückten.

Das besondere Ambiente des „Marktplatzes“ mit angeschlossenem Fachkongress zog gute Beispiele aus der ganzen Welt an, eröffnete spannende Kontaktmöglichkeiten, war Brutkasten für immer wieder neue internationale Projekte, Schaufenster für den Zusammenschluss touristischer Öko-Label auf europäischen Ebene (VISIT) und erzielte große Medienöffentlichkeit.

Damit trug der Reisepavillon in hohem Maße dazu bei, dass verantwortungsbewusstes Reisen Eingang in den Mainstream fand bzw. entsprechende Anbieter und Organisationen inzwischen selbstverständlich und selbstbewusst auf traditionellen Messen vertreten sind. Gleichzeitig gewann das Internet immer mehr an Bedeutung für die Vermarktung dieser Angebote, so dass der Reisepavillon sein erfolgreiches und vielfach ausgezeichnetes Wirken 2010 - mit der Jubiläumsveranstaltung im Bundespresseamt Berlin - beenden und die Projektleiterin Anke Biedenkapp ihr Know how in den Dienst von Global Partnership Hannover stellen konnte.



Das jüngste Projekt

Initiierung eines nachhaltigen, klimafreundlichen Tourismusprozesses in Hannover

Nachhaltigkeit anzustreben, ist in unterschiedlichen gesellschaftlichen Lebensbereichen zur Selbstverständlichkeit geworden. Dies trifft auch auf die „schönsten Wochen des Jahres“ zu:
Die bundesdeutsche Reiseanalyse 2013 ergab, dass sich 40% der Befragten einen ökologisch einwandfreien Urlaub wünschen und 46% faire Arbeitsbedingungen sowie Rücksichtnahme auf Einheimische erwarten.
Parallel dazu etablieren sich allerorten Labels, die KonsumentInnen als Orientierungshilfen dienen sollen, sowie Zertifizierungsunternehmen, die den touristischen Betrieben Unterstützung bei der entsprechenden Unternehmensumgestaltung anbieten. Indes haben viele Kommunen Konsequenzen aus dem Klimawandel gezogen und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Dessen ungeachtet ist das Thema „Nachhaltigkeit“ noch kein Muss für lokale Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) bzw. die [Tourismus-] Marketinggesellschaften. Und auch viele (angehende) PraktikerInnen des touristischen Dienstleistungsbereiches fühlen sich den damit einhergehenden Herausforderungen nicht gewachsen.

Vor diesem Hintergrund und unter Bezugnahme auf seine eigene diesbezüglichen Expertise hat  Global Partnership Hannover einen Bottom-up-Ansatz zur Initiierung eines nachhaltigen Tourismusprozesses in Hannover konzipiert. Er bot im Zeitraum Oktober 2013 bis Dezember 2015 maßgeblichen AkteurInnen Hilfestellung und eröffnete die Möglichkeit, gemeinsam weitergehende Handlungsperspektiven für die Zukunft zu entwickeln.
Die für das Projekt ausgewählten AkteurInnen bzw. Zielgruppen zeichneten sich dadurch aus, dass sie nicht nur wichtige Pfeiler der lokalen touristischen Dienstleistungskette sind, sondern auch für ihren Wirkungsbereich eine Entscheidungskompetenz haben. Es waren:

  1. wirtschaftliche Leistungsträger / v.a. kleine und mittlere Hotel- und Gaststättenbetriebe
  2. touristische Aus- und Fortbildungseinrichtungen
  3. KonsumentInnen, d.h. in diesem Fall BesucherInnen und BewohnerInnen Hannovers.

An ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen orientiert sich die Formulierung der Einzelziele und die Konstruktion der Projektarchitektur. Diese basierte auf niederschwelligen Betriebsberatungen und einem aufeinander abgestimmten Veranstaltungsmix:

  1. Individuelle betriebliche Beratung kleiner und mittlerer Unternehmen / KMUs
  2. Halboffene Fortbildungsseminare für (angehende) TouristikerInnen
  3. Informelle Gesprächsrunden
  4. Unterrichtsmodule in berufsbildenden Schulen
  5. Praxisnahe Fach-Konferenzen unter Einbindung von Auszubildenden und Lehrenden
  6. Erkundungstouren für KonsumentInnen und „Stadtöffentlichkeit“
  7. Öffentliche Veranstaltungen für touristische AkteurInnen, EntscheiderInnen und Fachinteressierte.

Der modulare Aufbau und die Verzahnung der Maßnahmen hatte zum Ziel, in der touristischen Praxis und in den Köpfen angehender touristischer Fachkräfte das Know How zu steigern - und die Bereitschaft, sich am gesellschaftlichen Willensbildungsprozess zugunsten eines ökonomisch, ökologisch und sozial verantwortlichen Tourismus zu beteiligen.

Flankiert wurden die Qualifizierungs-Module von weiteren projektbegleitenden Aktivitäten, die das Maßnahmenpaket abrundeten und für die nötige Vernetzung sorgten: Verbindliche Absprachen mit allen Beteiligten, Handlungsanleitungen, informelle Treffen, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Monitoring.

Wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Realisierung des Projektvorhabens war die Einbindung starker Kooperationspartner. Die Metropolregion GmbH, die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt und der Region, maßgebliche Interessenverbände wie der DEHOGA, Berufs- und Fachschulen, EndverbraucherInnen-orientierte Institutionen, anerkannte Zertifizierungsunternehmen und vor allem motivierte LeistungsträgerInnen. Sie wirkten alle unmittelbar mit oder standen beratend zur Seite.

Stefan Schostok, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, hatte die Schirmherrschaft inne. Zentrales Projektziel war, dass die eingebundenen Zielgruppen direkten Nutzen aus ihrer Beteiligung ziehen (Kostenersparnis, Steigerung der Arbeits-, Lebens-, Freizeit- und Reisequalität, neue Impulse). Dies wurde vollumfänglich erreicht. Die Einbettung nachhaltiger Prinzipien in den lokalen Tourismus- und Marketingprozess bzw. in eine zukunftsfähige Regionalentwicklung bleibt indes den Entscheidungsprozessen auf Verwaltungs- und Politikebene anheimgestellt. Unsere Projektdokumentation und der Praxisleitfaden „Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus: Anforderungen | Empfehlungen | Umsetzungshilfen" des Deutschen Tourismusverbandes bieten auf jeden Fall viele konkrete Anknüpfungsmöglichkeiten. Aktuell ist das Anliegen des Vereins operativ und inhaltlich mit Transition Town Hannover e.V. / TTH verschränkt. Im Rahmen eines BMUB-Klimaschutz-Förderprogrammes verantwortet die Geschäftsführerin das bei TTH angedockte Projekt: „Kurze Wege zur Zukunft(sinsel): https://www.tthannover.de/tth-projekte/zukunftsinseln/

Primäres Projektziel ist, dass die eingebundenen Zielgruppen direkten Nutzen aus ihrer Beteiligung ziehen (Kostenersparnis, Steigerung der Arbeits-, Lebens-, Freizeit- und Reisequalität, neue Impulse). Darüber hinaus wird erwartet, dass sich in der Stadtgesellschaft die Vorstellung konkretisiert, wie ein - an hoher Qualität orientierter - Tourismus- und Marketingprozess selbstverständlich in eine umfassende nachhaltige Regionalentwicklung eingebettet werden kann.

Auftaktveranstaltung für das Modul „Nachhaltiger Tourismus in berufsbildenden Schulen“:

19. Dezember 2013, 15.00 - 17.30 Uhr




Der Vorstand

Anke Biedenkapp
Gil Maria Köbberling
Tornike Murtskhvaladze


Kon
takt

Anke Biedenkapp Global Partnership Hannover e.V.
Küchengartenstr. 2B
30449 Hannover
mail: global_partnership_h@icloud.com
mündlich: 0511 45002702 mobil: 00491716260869

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